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Ursache für Mikrobläschen

Die Entstehung von Mikroluftbläschen im klinischen Alltag kann beeinflusst, jedoch nicht verhindert werden. Selbst bei behutsamer Vorgehensweise sind größere Bläschenmengen beim Anfahren der Herz-Lungen-Maschine, beim Absaugen von Blut im OP-Feld sowie bei notwendigen Arbeitsschritten wie Blutprobenentnahme und Medikamentengabe nicht zu vermeiden. Auch andere Faktoren wie Temperaturschwankungen oder veränderte Druckgradienten können für die Bläschenbildung verantwortlich sein. Hier finden Sie mehr Informationen zu den Ursachen von Mikroluftbläschen.

Postoperative neuro-psychologische Schäden

Im postoperativen Verlauf nach einer Operation mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine (HLM) treten bei Patienten oftmals neuro-psychologische Störungen auf. Ursächlich dafür sind oftmals Mikroembolien, welche entweder durch feste Mikropartikel oder durch Gasmikrobläschen entstehen.

Es ist unumstritten, dass korpuskuläre Emboli sich im Gegensatz zu Luftmikrobläschen nicht auflösen können, und somit sehr schädlich sind. Abhängig von der Größe und Gaszusammensetzung benötigen aber auch Luftmikrobläschen sehr lange, um sich im arteriellen Blut aufzulösen. Ein 50 µm Bläschen benötigt 2,3 Minuten, ein 200 µm Bläschen 32 Minuten um sich aufzulösen (mathematisches Modell unter der Annahme von Blut mit 50% O2 und 50% N2).
Die Schädlichkeit der Bläschen wird durch die Tatsache verschärft, dass Mikroluft immer schwallartig und in großer Menge auftritt, und 15-20% der gemessenen Mikroluftbläschen direkt in das menschliche Gehirn wandern.

Jedes Mikroluftbläschen kann schädlich sein. Auf den ersten Blick scheinen besonders Mikrobläschen über 18 µm gefährlich, da diese Kapillargefäße im Gehirn blockieren können. Aber auch kleine Mikrobläschen ’strippen‘ das Endothel im Gehirn und können dadurch negative Folgen haben.